01. Juni 2026

Zweite Gedenkreise der Familie Cavedale

Erneut haben die Nachfahren und Angehörigen des in Königstein ermordeten KZ-Häftlings Alfonso Cavedale den weiten Weg von Italien nach Deutschland auf sich genommen. Diesmal besuchten sie die Gedenkstätte Buchenwald sowie den Gedenkort in Böhlen, um Alfonso Cavedale zu gedenken. Wir haben sie auf einem Teil dieser Reise begleiten und waren gemeinsam mit ihnen in Böhlen am Denkmal für die dort ermordeten italienischen Zwangsarbeiter.

Alfonso Cavedale wuchs in einer bäuerlichen Großfamilie in Bicinicco (Region Friaul-Julisch Venetien) auf. Nach dem Kriegseintritt Italiens wird er 1940 eingezogen und kann nach dem Waffenstillstand mit den Alliierten im September 1943 der Gefangennahme entgehen. Er kehrt nach Hause zurück. Alfonso Cavedale wird als Widerstandskämpfer denunziert und verhaftet. Über das KZ Buchenwald kommt er Mitte November 1944 ins Flossenbürger Außenlager Königstein auf dem ehemaligen Sportplatz an der Eselswiese. Hier muss er mit tausend anderen Zwangsarbeitenden