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Wanderung: KZ-Außenlager Königstein und Untertageverlagerung „Schwalbe II“
Die Wanderung setzt sich mit dem ehemaligen KZ-Außenlager in Königstein, der Erinnerungskultur vor Ort sowie dem damit verbundenen Untertageverlagerungsprojekt „Schwalbe II“ auseinander.
In Königstein mussten mehr als 1.000 Menschen Zwangsarbeit leisten, darunter KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene und zivile Zwangsarbeiter. Innerhalb von nur 4,5 Monaten entstanden entlang der Elbe mehr als 20 Stollen, die für das Verlagerungsprojekt der Braunkohlebenzin AG in den Sandstein getrieben wurden.
Die Wanderung führt zu den Überresten des ehemaligen KZ-Außenlagers sowie zum Vorplatz der Stollen. Die Stollen selbst dürfen derzeit nicht betreten werden.
Eine Erweiterung der Wanderung ist möglich. Dabei können zusätzlich das ehemalige Lager Weißig, das frühere Kriegsgefangenenlager Lillienstein angelaufen werden.
Eckdaten
Startpunkt: Bahnhof Königstein
Strecke: ca. 7 km, Ende Elbradwanderweg zwischen Rathen und Königstein
Zurück: ca. 3 km Rathen Bhf. – 3,5 km Königstein Bhf.
Höhenmeter: ca. 180 hm
Dauer: ca. 5–6 Stunden
Erweiterung: auf ca. 18 km möglich Dauer 7-8 Stunden
Hinweise
Die Wege sind grundsätzlich gut begehbar. Festes Schuhwerk ist dennoch von Vorteil.
Wanderung: Zwangsarbeit in der Herrenleite
Inhaltlich beschäftigt sich die Wanderung mit den verschiedenen Rüstungsverlagerungsprojekten, die in der Herrenleite umgesetzt werden sollten.
Ab 1945 befand sich hier ein KZ-Außenlager. Die Häftlinge sollten unter anderem die Ankunft und den Einsatz von mehreren tausend Zwangsarbeitern vorbereiten. In der Herrenleite selbst wurden Anlagen der Deutschen Gasolin AG errichtet. Neben der Verarbeitung von Rohöl sollten hier im Rahmen der Verlagerungsprojekte auch Flugzeugmotoren der Mitteldeutschen Motorenwerke aus Taucha hergestellt werden.
Die Wanderung führt durch die Herrenleite bis nach Lohmen. Dabei werden ehemalige Standorte der verschiedenen Verlagerungsprojekte aufgesucht und deren Geschichte erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nachnutzung der ehemaligen Anlagen und den Veränderungen des Geländes nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Die Wanderung endet in Lohmen. Von dort besteht die Möglichkeit, mit dem Zug zurück nach Pirna zu fahren.
Eckdaten
Startpunkt: Kaufland Pirna (Lohmener Straße 13)
Strecke: ca. 8 km, Ende Friedhof Lohmen
Zurück: Bahnhof Lohmen
Höhenmeter: ca. 90 hm
Dauer: ca. 5–6 Stunden
Hinweise
Die Wanderung ist auch als Radtour durchführbar.
Bushaltestelle Kaufland: Pirna Copitz Gewerbegebiet vom Bahnhof Linie 254, 237,236 und 226